pop x, Installation, Mixed media, 2026
pop x ist eine prozesshafte Rauminstallation, die Ernstina Eitner und ich im Projektraum Dose in Hamburg umgesetzt haben. Sie basiert auf der Vorstellung, dass der Mensch seine Wohnräume verlassen hat, während neue oder andere Lebensformen diese übernommen haben. Zwei unterschiedliche Populationen, also Ernstina Eitners Wollobjekte und meine Steinskulpturen breiten sich im Raum aus und nutzen Materialien, die an die vergangene Häuslichkeit erinnern, nutzen diese als neue Lebensräume. Am Anfang der Ausstellung existierten beide Populationen getrennt voneinander. Im Laufe wuchsen sie zusammen, näherten sich an, und trafen schließlich aufeinander. Statt sich zu verdrängen, verbinden sie sich und bilden etwas Neues. Die Installation hinterfragt dabei unsere Sicht auf die sogenannten Schädlinge und stellt Fragen nach Raum, Zusammenleben und Zuschreibungen. Wer entscheidet, wer bleiben darf und weggehen muss?
covery, Marmor, Granit, Porzellan, variable Größe, 2025
Die Arbeit basiert auf der Interaktion zweier Körper: Stein und Porzellan. Das Porzellan legt sich wie eine Hülle oder eine Haut um den Stein, was als Schutzgeste interpretiert werden kann. Gleichzeitig trägt dieses Bedecken eine Ambivalenz in sich – es kann haltend wirken, aber ebenso überdecken oder vereinnahmen und den anderen Körper in seiner Existenz beeinflussen.
new life, Installation, Marmor, Basalt, Kalkstein, variable Größe, 2025
Diese Installation ist im Rahmen des bremerhaven artspace Festival entstanden, bei dem ich ein leerstehendes Ladenlokal bespielen durfte. Ich füllte den Raum mit runden, weichen und bewegten Formen aus Stein, die sich wie eine neue Population ausbreiten. Es entstand ein posthumanes, utopisches Szenario, in dem nicht nur eine neue Lebensform in einen einst rein funktionalen Raum des Menschen eindringt und ihn übernimmt, sondern sich zugleich aus ihrer zugeschriebenen Rolle befreit und neue Strukturen aufbaut.